Oberschule Katharina Peters Zwönitz 

Schulkleidung

Unsere Mittelschule auf dem Weg zum „Wir“ - einheitliche Schulkleidung

„’Hey, Alter, was hast du denn an? Ist der von Aldi? Sieht echt Scheiße aus der Pullover.’ Max ist der Boss in der Klasse, auf ihn hören die Klassekameraden.

Jan hat 4 Geschwister und muss die Pullover seines älteren Bruders tragen. Sie hänseln ihn, wegen seiner Schüchternheit und wegen seiner Kleidung. Jan steht am Rande.

Jedes Kind versucht seinen Platz in der Gruppe zu finden. Seine Mitschüler kann man sich nicht aussuchen. Die Kinder einer Klasse sind wie Glieder einer Kette. Ist ein Glied kaputt, fällt die Kette auseinander. Wird ein Kind ausgegrenzt, ist die Klassengemeinschaft gestört. Schwache müssen geschützt werden, Dominante müssen lernen mit  ihrer Stärke umzugehen. Gegenseitige Achtung und Akzeptanz sind die Grundlage für ein vertrauensvolles Miteinander. Erst wenn alle ein Verantwortungsbewusstsein füreinander empfinden, werden sich auch sozial schwache Schüler in dieser Gemeinschaft sicher und geborgen fühlen."

"Schulkleidung ist nicht Schuluniform" von Karin Brose

Unter dem Motto, hilf mir es selbst zu tun, wollen wir unsere Schüler befähigen ihre Selbständigkeit im Rahmen klarer Regeln, Normen und Werte zu entwickeln um somit aktiv und bewusst an ihrer eigenen Bildung beteiligt zu sein, sich Kompetenzen zu entwickeln, die ihnen helfen sich zu orientieren und sich selbst lohnenswerte Ziele zu setzen. Daran arbeiten wir alle gemeinsam. Wir alle, das heißt unsere Eltern, Schüler und Lehrer. In den letzten Jahren haben wir eine sehr enge und kooperative Zusammenarbeit entwickelt, vor allem weil wir erkannt haben, dass Lehrer allein ein solches Ziel nicht erreichen können, weil wir erkannt haben, je intensiver die Zusammenarbeit ist, desto besser und schneller können wir etwas  erreichen. Unser ganz großes Ziel mit unseren Kindern ist die Zukunft. Um diese Zukunft mit einem qualitativ hohem Erfolg zu erreichen, arbeiten wir seit drei Jahren intensiv  an unserem Bildungs- und Erziehungskonzept. Viele Hürden haben wir auch nach anfänglichen Schwierigkeiten gemeistert.

Nun ist ein weiterer Baustein unseres „Hauses Schule“ fertig: Einheitliche Schulkleidung

Im Januar 2009 kam es zum Beschluss der Schulkonferenz im Schuljahr 2009/2010 für die neuen Schüler der Klassen 5 verbindlich Schulkleidung einzuführen Diesem Beschluss ging ein langer Diskussionsprozess von Eltern, Lehrern und Schülern voraus. Folgende Schwerpunkte unseres Konzeptes bei der Erziehung und Bildung unserer Kinder sollen dadurch unterstützt werden.

  • Stärkung der Schwachen in der Klassengemeinschaft, Stärkung des Gruppengefühls
  • Identifikation des Kindes mit einer Gemeinschaft, seiner Schule und der Stadt (Schullogo auf der Schulkleidung)
  • Keine Ausgrenzung aufgrund von Äußerlichkeiten
  • Stärkung und Förderung der Individualität aufgrund von Kompetenzen, nicht aufgrund von Statussymbolen
  • Selbstwertgefühl wird aufgrund von Persönlichkeit und Sozialkompetenz nicht über die Identifikation mit Markenkleidung
  • Modefragen und egozentrische Selbstdarstellung sind am Vormittag kein Thema, Schüler lernen sich situationsabhängig, verschiedenen Anlässen gemäß zu kleiden
  • Ein verantwortungsvoller Umgang mit Konsum wird zum Teil schulischer Erziehung und in wenigen Augenblicken beurteilen wir einen Menschen.

Seine Sprache und seine Kleidung sind die Signale für den ersten Eindruck. Die Fähigkeit, sich situationsgerecht kleiden zu können, ist ein wichtiger Baustein zum Erfolg. Schüler, die sich mit Schulkleidung beschäftigen, erarbeiten sich diese Kompetenz.

Und so sieht sie aus !

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